Projekt 

bienen-naturliebe.de

Mit dem Projekt Bienen-Naturliebe.de haben wir uns, die Imkerei Drenckhahn und die Imkerei Schalla, zusammengeschlossen, um durch Förderung des Aufbaus naturnaher Flächen und der Schaffung eigener naturbelassener Areale, einen Beitrag zum Schutz und Erhalt unserer heimischen Honigbiene und der wildlebenden Insekten zu leisten und  eine nachhaltige und zum Wohl unserer Bienen erfolgende Honigproduktion zu gewährleisten.

 

„Nur wenn wir selbst anfangen, einen Beitrag zu leisten,

können wir darauf hoffen, dass sich die Dinge zum Guten wenden.“

Der Rückgang der Insektenpopulationen ist in den vergangenen Jahren in den Fokus der Öffentlichkeit gelangt und schnell ist die intensive Landwirtschaft mit dem Einsatz von Insektiziden als Hauptverursacher ausgemacht. Neben der landwirtschaftlichen Flächenbewirtschaftung bleibt eine ganz wesentliche Ursache oft unberücksichtigt. Unsere Kulturlandschaft befindet sich insgesamt in einem Wandel. Wälder werden flächendeckend durchforstet, Grünanlagen und Parks werden immer mehr durch weitläufige Rasenflächen geprägt und selbst Straßenränder, innerörtliche Grünflächen und schließlich auch unsere Hausgärten werden so gestaltet, dass Insekten kaum noch einen Lebensraum finden. Schon die Renaturierung kleiner Flächen schafft in dieser „Wüste“ kleine Oasen, in denen sich Wildinsekten wieder ansiedeln können und unsere Bienen Nektar und Pollen finden. Mit dem Projekt bienen-naturliebe.de wollen wir aufklären und einen Beitrag zur Schaffung naturbelassener Areale leisten. 

Ihre Hilfe zählt

Mit einer Bienenpatenschaft können Sie uns bei unserem Projekt unterstützen. Und Sie profitieren in doppelter Hinsicht, denn Sie helfen uns nicht nur beim Aufbau von Lebensräumen für unsere unsere Honigbienen und viele wild lebende Insekten. Mit einer Honigbienenpatenschaft erhalten Sie auch unseren Honig, den wir mit besonderer Rücksicht auf unsere Bienen produzieren. Das Tierwohl steht bei uns an erster Stelle.

Warum Insektenschutz?

Die Bienenpopulationen sind weltweit stark gefährdet und ganz ohne Zweifel ist es die Aufgabe des Menschen, dafür Sorge zu tragen, dass wir bei der Nutzung unserer Umwelt nicht den Bestand anderer Lebewesen gefährden und deren Lebensräume vernichten.

 

In der Krefeld-Studie aus 2017 wurde bei Messungen an 63 Standorten in Naturschutzgebieten festgestellt, dass die Anzahl der Fluginsekten in den vergangenen 27 Jahren um 76,7 % zurückgegangen ist. Mehr als 70 % der deutschen Wildbienenarten stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten, 26 sind extrem selten und 7% gelten als verschollen oder sind sogar schon ausgestorben.

 

Auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen gibt es zwar Massentrachten mit reichhaltigem Nektar- und Pollenangebot.

Und dennoch reicht das Nektar- und Pollenangebot unserer Kulturpflanzen nicht aus. Die Blüte der in Monokulturen angebauten Massentrachten dauert nur kurz. Ist die Tracht zu Ende, tut sich oft eine lebensbedrohliche Trachtlücke auf. Finden die Bienen, z.B. nach der Rapsblüte, keine naturbelassenen Areale mit wild blühenden Pflanzen, drohen sie zu verhungern, oder der Aufbau überlebensnotwendiger Wintervorräte wird gefährdet. 

Vor allem aber die wild lebenden Insekten sind auf natürliche Lebensräume angewiesen. Wildbienen leben oft als Solitärbienen, d.h. sie bilden keine Völker und legen nur für ihre Brut kleine Vorräte an. In Trachtlücken ist ihr Überleben erheblich gefährdet.  Und fehlende Lebensräume führen dazu, dass viele Wildbienenarten keine geeigneten Nistplätze mehr finden. 

Insektenschutz sollte aber auch in unserem eigenen Interesse erfolgen. Albert Einstein wird die Aussage zugeschrieben, wonach vier Jahre nach dem Tod der Bienen auch der Mensch sterbe. Dieser Erkenntnis liegt der Umstand zugrunde, dass 80 % unserer Kulturpflanzen auf eine Bestäubung durch Insekten angewiesen sind. Fällt diese aus, wären erhebliche Ernteeinbußen die Folge und unsere Lebensmittelproduktion wäre erheblich gefährdet. Der eigentliche wirtschaftliche Nutzen unserer Honigbienen liegt allein in Deutschland mit ca. 2 Milliarden Euro pro Jahr in der Bestäubung unserer Kulturpflanzen. Das ist ca. das 15-fache des jährlichen Ertrags aus der Honigproduktion. Hinter Schwein und Rind ist die Honigbiene damit das drittwichtigste Nutztier weltweit.

Warum Bienenpatenschaften?

Es gibt verschiedene öffentliche Programme zur Förderung von Blühstreifen. Allerdings ist die Bewilligung von Mitteln begrenzt und an ein umfangreiches Antragsverfahren gebunden, das für viele Landwirte schlichtweg zu aufwändig und unwirtschaftlich ist. Viele Landwirte sind bereit einen Beitrag zu leisten, wenn sie unbürokratische Unterstützung erhalten. Diese Unterstützung leisten wir mit Mitteln aus unseren Patenschaften. Und außerdem ist eine richtige Renaturierung, die Lebensräume schafft, mehr als ein Blühstreifen.

Warum Honig vom Imker?

80 % des im deutschen Einzelhandel verkauften Honigs stammt nicht aus Deutschland, sondern aus EU- und Nicht-EU-Ländern. Größtenteils handelt es sich bei diesen Honigen um billigen Importhonig aus China. Wie dieser Honig entstanden ist, welche Inhaltsstoffe er hat, wie es um das Tierwohl bestellt ist und um das Wohl der Menschen, die ihn produzieren, bleibt im Dunkeln.

Durch billigen Importhonig wird aber eine wirtschaftliche Honigproduktion in Deutschland unmöglich gemacht. Nur 3 % aller Imker sind hauptberuflich tätig, mehr als 96 % üben die Imkerei lediglich als Hobby aus, so dass derzeit nur ca. 20 % des Honigbedarfs mit heimischem Honig gedeckt werden kann. Eine Honigbiene fliegt in ihrem Leben ca. 3.000 Blüten an und bestäubt diese. Dabei sammelt sie gerade einmal ca. einen Teelöffel Honig. Mit ihrer Bestäubungsleistung ist sie ein Garant für gute Erträge unserer Landwirtschaft und dennoch bringen wir der Honigbiene kaum die Wertschätzung entgegen, die sie verdient hätte.

 

Honig vom Imker ist ein Naturprodukt, das mit vielen Flügelschlägen und reiner Handarbeit hergestellt wird

Bitte füttern Sie Bienen nie mit Honig aus dem Lebensmittelhandel. Und achten Sie bitte darauf, solche Honiggläser vor der Entsorgung im Altglascontainer auszuwaschen. Fast alle Honige aus dem Einzelhandel enthalten Faulbrutsporen, die bei einer Aufnahme durch Honigbienen zum Ausbruch dieser Tierseuche führen können. In diesem Fall kann das Veterinäramt die Tötung zahlreicher Bienenvölker in der Umgebung anordnen.

Unser Anspruch

Bienenwohl

Das Wohl unserer Bienen steht bei uns an erster Stelle. Deshalb verzichten wir vollständig auf den Einsatz von Ameisensäure zur Bekämpfung der Varroamilbe und setzen statt dessen auf ätherische Öle wie Thymol, Eukalyptusöl, Menthol und Kampfer, sowie biotechnische Verfahren zur Senkung des Varroadrucks. Flügelschneiden zur Schwarmverhinderung kommt für uns nicht in Betracht. Und wir betreiben eine extensive Imkerei, bei der wir auf geringe Bestandsstärken achten.

Honig

Wir bieten ausschließlich Honig aus der Produktion der Imkereien Drenckhahn und Schalla an. Der Zukauf von Fremdhonigen ist für uns ausgeschlossen.

Unser Honig wird in reiner Handarbeit nach den Regeln der Honigverordnung und den Richtlinien des Deutschen Imkerbundes produziert.

Nur mit einer besonders schonenden Verarbeitung können wir unseren Anspruch an die Qualität unseres Honigs gewährleisten.

Projekt

bienen-naturliebe.de

Kontakt

Imkereien Drenckhahn & Schalla GbR 
Lindenallee 57

D-23714 Bad Malente
info@bienen-naturliebe.de