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Galerie und allgemeine Informationen rund um die Bienen aktuell

Hier habe ich häufige Fragen der Paten zusammengetragen und beantworte sie gerne..

  • Muss ich als Bienenpate bei zukünftig nicht weiterer Interesse etwas kündigen?

Nein. Die Bienenpatenschaft wird jeweils nur für ein Jahr abgeschlossen und läuft automatisch ab. Bei weiterer Interesse kann und muss man wieder eine neue Patenschaft abschließen.

  •  Wann bekomme ich die Urkunde und den Honig?

Die Urkunde wird gleich zu Anfang innerhalb einer Woche ausgestellt. Den Honig gibt es spätestens Ende August, je nachdem wie schnell der Honig abgefüllt werden kann. In häufigen Fällen klappt es schon Anfang bis Mitte August.

  • Wie sieht so ein Bienenstock eigentlich von innen aus und was passiert dort?

Im Stock lebt ein staatenbildenes Bienenvolk. Als Volk im ganzen nennt man es auch „Bien“ . Dieser Bien funktioniert wie ein ganzer Organismus. Vergleichbar mit anderen Lebenwesen ist dies nicht.

Es sind in der Hauptzeit zwischen 10 - 60 Tsd. Bienen im Stock bei ca. 35 °C Stockwärme. Diese Wärme wird durch das Zittern der ähnlichen Muskulatur erzeugt. Die Größe des Volkes hängt von mehreren Faktoren ab:

1. Platz im Bienenstock, 2. stark legende Königin, 3. stark sammelnde Bienen.

Die Königin, die durch Pheromon-Übertragung kommuniziert, steuert diesen Bien. Die Arbeiterinnen kümmern sich um die Aufzucht der Brut, Wabenbau, Fluglochwache, das Sammeln von Nektar, Pollen, Wasser und Kittharz (Propolis) .Den Nektar trocknen die Bienen durch häufiges Umtragen und durch Fächeln der Flügel so lange ein, bis er haltbar ist. Der durch enzymangereicherte Nektar ist nachher der Honig mit bis zu 20% Wassergehalt. Die männlichen „Drohnen“ sind lediglich zur Begattung der Königin zu nütze. Die werden zum Sommerende zwecks Futtereinsparung von den Arbeiterinnen jedoch rausgeschmissen (Drohnenschlacht) und sterben.

Die Königin legt am Tag bis zu 2000 Eier und kann bis zu 5 Jahre leben.

In der Regel werden Königinnen allerdings im Schnitt drei Jahre alt, da auch die Legeleistung nachlässt. Die Bienen entscheiden sich dann für eine neue Königin (Umweiselung). 

Eine Sommerbiene lebt etwa 40 Tage und durchläuft ihre Arbeitslaufbahn, vom Putzen im Bienenstock bis zum Sammelflug.

Die Winterbiene hat eine Lebenserwartung von 6 Monaten.


  • Was muss ich als Bienenpate dazu mitbringen, falls ich die Bienen mal besuche oder sogar bei der Ernte teilnehme?

Eine Bienengiftallergie darf auf keinen Fall vorhanden sein, da die Gefahr immer mal besteht einen Stich zu bekommen. Ein mitgebrachter Schleier, den es schon ab wenige Euro zu kaufen gibt, bieten zusätzlichen Schutz für denjenigen, der auch trotz Allergietoleranz nicht gestochen werden mag. Im Normalfall stehen Schleier auch für Gäste bei uns zur Verfügung. Bitte teilen Sie uns das rechtzeitig mit.


  • Wie lange dauert solch eine Honigernte?

Ihr könnt selbst entscheiden, ab wann und wie lange Ihr dabei sein wollt. In der Regel werden die Honigräume morgens ab 6:00 Uhr geerntet, ab 8:00 Uhr entdeckelt und bis 12:00 Uhr geschleudert. Dieser Prozess soll relativ kurz gehalten werden, da ansonsten der Honig abkühlt und schwerer zum Aussieben ist. Gesiebt werden z. B. Wachsreste und vorbeugend Fremdkörper.


  • Was muss ich dafür machen, um auch Imker zu werden?

Wir müssen unterscheiden ob „Berufsimker“ oder „Hobbyimker“.

Den Beruf Tierwirt in Fachrichtung Imkerei kann man richtig erlernen. Den Titel Imkermeister kann man mit der Ausbildung durch Kurse an der Meisterschule erwerben.

Hobbyimker kann jeder werden. Die Teilnahme an Kursen einer Imkerschule bietet von Grund auf an eine gute Lernquelle über die Imkerei. Allerdings kann aus einem Hobbyimker trotzdem im Haupt- oder Nebenerwerb ein Berufsimker werden.


  • Was hat es mit "Bio Honig" auf sich?

Die Zertifizierung einer Bio-Imkerei bedarf bestimmte Vorraussetzung. Zum Beispiel die imkerliche Arbeitsweise , ein Bienenstock aus Holz mit Bio Farbe ( Schutz) lackiert und das Bienenfutter muss Bio-zertifiziert sein. Die Wachsmittelwände sollten biozertifiziert sein.

Der Bio Honig hat nichts mit der z.b. Bio-Tomate gemeinsam. Bei Bio-Gemüse wird nicht gespritzt, maximal nur im zertifiziertem Rahmen.

Bei dem Honig allerdings ist ein Blütenbesuch durch die Biene nur auf Bioland ziemlich ausgeschlossen, da die Biene frei entscheidet wohin sie fliegt und Ihre Flugreichweite über 3 Kilometer beträgt. Es ist also nicht gewährleistet, dass die Biene nur auf dem Bioland den Nektar sammelt. Somit ist der genannte Bio-Honig nicht unbedingt mehr Bio, als ein nicht-Bio-zertifizierter Honig!